Andrea Thümmel - Heilpraktikerin
Praxis

Homöopathie – Kleine Helfer ganz groß

Seit jeher ist es allen Kulturen der Welt ein tiefes Bedürfnis, eine universelle Therapie zu finden, die die Selbstheilungskräfte der Menschen aktiviert und jegliche Krankheit dadurch sanft und schnell verschwinden lässt. Es scheint symptomatisch für unsere heutige Zeit zu sein, dass sich auch die westliche Welt zunehmend den fernöstlichen Heilmethoden öffnet. Getreu dem Motto „Wer heilt, hat recht“, hat somit neben der allopathischen (schulmedizinischen) jede dieser Therapien ihre Berechtigung.

Allerdings gibt es kaum eine andere naturheilkundliche Therapieform, die sich so nachhaltig, über so viele Jahrhunderte und über ganze Kontinente hinweg etabliert hat, wie die Homöopathie. Ähnliches durch Ähnliches zu heilen war bereits der Ansatz des großen Arztes der Antike Hippokrates um 460 vor Christus. Dem im Jahr 1755 in Meißen geborenen Arzt Samuel Hahnemann ist es allerdings zu verdanken, dass aus den Grundsätzen des Ähnlichkeitsprinzips ein umfassendes System – die Homöopathie - entstanden ist.

Der Grundsatz der Homöopathie:

Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“ So formulierte Hahnemann 1790 sein Gesetz „Similia similibus curentur“ oder „Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“ und nahm damit den Gedanken von Hippokrates „Was einen Menschen krank macht, kann ihn auch heilen“ auf. Hahnemann stieß mehr oder weniger zufällig auf diese Gesetzmäßigkeit, als er einen Selbstversuch mit Chinarinde – einem seinerzeit gebräuchlichen Medikament gegen die weit verbreitete Malaria – machte. Erstaunt stellte er fest, dass er, obwohl völlig gesund, bei der Einnahme des Mittels Symptome entwickelte, wie man sie bei Malariakranken kannte. Setzte er die Arznei ab, verschwanden auch die Symptome. Hahnemann experimentierte daraufhin bis zu seinem Lebensende in unzähligen Selbstversuchen und Versuchen an seiner Familie mit den verschiedensten Arzneien.

Grundlage der Homöopathie ist auch heute noch die Prüfung homöopathisch aufbereiteter tierischer, pflanzlicher und mineralischer Substanzen an gesunden Menschen. So gelangt man über den Erfahrungsschatz von Generationen praktizierender Homöopathen zu einer Sammlung von Symptomen für jede einzelne Substanz. Im Laufe vieler Jahre entstanden – und entstehen auch heute noch - auf diese Weise die sogenannten Arzneimittelbilder. Sie sind die Grundlage jeglicher homöopathischen Behandlung.

Potenzierung – das Geheimnis der homöopathischen Wirkung

Ein weiterer, ganz entscheidender Grundgedanke der Homöopathie ist die Potenzierung, auch Dynamisierung oder Verschüttelung genannt. Aus einer pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursubstanz wird im ersten Schritt ein alkoholischer Auszug hergestellt - die Urtinktur. Diese Urtinktur wird anschließend immer weiter verdünnt. So gelangt man zu den Potenzen D (Verdünnung 1:10), C (Verdünnung 1:100) und LM (Verdünnung 1:50.000).

Eine D12 zum Beispiel ist eine Verdünnung von einem Tropfen Urtinktur mit 1 Million mal 1 Million Tropfen Verdünnungsmittel (in der Regel Alkohol). Die Verdünnung D12 entspricht einem Tropfen der Ursubstanz verteilt auf eine Fläche so groß wie der Bodensee. Chemisch betrachtet ist bei dieser Verdünnung vom Ausgangsstoff so gut wie nichts mehr nachzuweisen. Eine derartige Verdünnung könnte natürlich nicht die Wirkung haben, die das homöopathische Mittel hat. Das ist auch – unberechtigter Weise - der Hauptkritikpunkt, dem sich die Homöopathie gegenüber sieht. Denn die eigentliche Wirkweise entsteht durch die Potenzierung.

Die Ursubstanz erfährt durch die Potenzierung eine Kraftentfaltung, die die Wissenschaft mit ihren Messmethoden derzeit noch nicht erklären kann. Sie ist durch nichts mit den Wirkmechanismen anderer Arzneien vergleichbar. Auf dieser energetischen Heilwirkung jedoch beruht die Wirkung der Homöopathie. Vereinfacht gesagt: Grobstoffliches wird bei der Potenzierung in Feinstoffliches umgewandelt. Diese Feinstofflichkeit wirkt, anderes als die allopathischen Mittel, auf Körper, Seele und Geist.

Wer einmal selbst erfahren hat, wie effizient und schnell die Homöopathie hilft, wenn das richtige Mittel gefunden ist, wird sich über die Wirkweise ohnehin keine Gedanken mehr machen.

Andrea Thümmel, Heilpraktikerin in Bad Homburg